DER TEST

Das „neuartige“ Coronavirus. Wie wir alle wissen, wird vermutet, dass sich im Dezember 2019 erstmals Menschen damit infizierten. Schon bald war es in aller Munde und Experten wurden auf den Plan gerufen. Christian Drosten hat mit einigen wenigen Kollegen in einer normalerweise nicht möglichen Schnelligkeit einen Test entwickelt, der das Coronavirus nachweisen sollte. Dieser Test wurde nur vorläufig validiert. Das hänge mit der Dringlichkeit zusammen. Martin Walger, Geschäftsführer des Verbands der Diagnostica-Industrie (VDGH), sagte der „Welt“ bereits im Januar: „In einer akuten Gefährdungslage wie jetzt würde es viel zu lange dauern, einen Test auf herkömmlichem Wege auf den Markt zu bringen“. Aufgrund seiner Eigenschaften reicht der Test auf das Coronavirus alleine nicht aus, um eine Erkrankung zu diagnostizieren. Die PCR-Methode, mit der getestet wird, kann lediglich Erbgut von Viren aufspüren. Ob diese infektiös sind (für den jeweiligen Wirt und für andere Personen), kann der Test nicht beantworten. Dennoch hat ein positives Testresultat weitreichende Konsequenzen. Die Rate an falschen Testergebnissen lässt sich nicht beziffern. Eine diesbezügliche Anfrage ans Robert-Koch-Institut blieb bisher unbeantwortet. Und trotz allem stellt der Coronatest (bzw. sind es inzwischen mehrere) bei genauerer Betrachtung die Grundlage für alle getroffenen Maßnahmen dar.

KORRELATION UND KAUSALITÄT

Eine der wichtigsten wissenschaftlichen Fallen, auf die ich in meinem Psychologiestudium immer wieder hingewiesen worden bin, ist die Gefahr, korrelative mit kausalen Zusammenhängen zu verwechseln. Es geht meiner Meinung nach um einen groben wissenschaftlichen Kunstfehler, der in den letzten Wochen begangen wurde. Im Zuge der Testungen wurden korrelative mit kausalen Zusammenhängen gleichgesetzt. Was heißt das? Ein Beispiel: Nehmen wir an, dass der Konsum von Möhren in Deutschland deutlich zugenommen hat. Gleichzeitig nehmen wir an, dass Zahnärzte einen Anstieg von Karies beobachten. Kann man daraus schließen, dass Möhrenkonsum zu Zahnfäule führt? … Nein. Bei vielen Menschen, die momentan sterben, wird das Coronavirus kurz vor oder kurz nach dem Tod nachgewiesen. Kann man allein aufgrund dieser Tatsache davon ausgehen, dass diese Menschen auch DURCH das Coronavirus gestorben sind? … Ebenfalls nein. Wenn man bei allen Verstorbenen untersucht hätte, ob H2O im Körper vorhanden ist (und der Test wäre mit Sicherheit bei 100% positiv ausgefallen), wäre niemand auf die Idee gekommen, zu behaupten, Wasser sei tödlich…

DIE BILDER VON TOTEN UND SÄRGEN

Alle sind schockiert von den hochdramatischen und emotionalen Bildern aus Italien. Ein Foto zeigte gefühlt unzählige aneinandergereihte Särge. Dieses Bild, das im übertragenen Sinne viral ging, ist nach einem Schiffsunglück 2013 aufgenommen worden. Es hat NICHTS mit Folgen des Coronavirus’ zu tun. Und: Traditionelle Beerdigungen sind momentan verboten, weil das Abstandsgebot nicht eingehalten werden kann (an sich schon moralisch fragwürdig). Gleichzeitig ist Norditalien sehr katholisch geprägt und lehnt daher eine Einäscherung tendenziell ab… Was soll man mit den toten Menschen machen? Man muss sie irgendwie aufbewahren und möglicherweise „stapeln“. Ein gefundenes Fressen für Journalisten, die mit entsprechenden Bildern die Emotionalität bis ins Unermessliche steigern können. Und wohl auch die Auflagen ihrer Zeitungen.

WER SIND DIE „CORONA-TOTEN“?

Potentiell infizierte Ärzte wurden in Italien entweder in Quarantäne geschickt oder haben aufgrund des drohenden Personalmangels mit schlechter Ausrüstung weiter gearbeitet. Natürlich wird die Krankenversorgung damit schlechter. Jetzt ist Mai. Den Medien zufolge gibt es in Italien ca. 30000 sogenannte Corona-Tote. Allein der Begriff beinhaltet den fatalen Kunstfehler, den ich oben beschrieben habe. Man könnte höchstens sagen, dass etwa 30000 Menschen gestorben sind, bei denen zum Zeitpunkt des Todes das Coronavirus mit einem unzureichend validierten Testkit nachgewiesen worden ist.

WAS IST LOS IN ITALIEN?

Dennoch: In Italien liegt für die letzte Zeit eine Übersterblichkeit vor, das heißt, es sind mehr Menschen gestorben als im Durchschnitt. Das mag zum Teil am Coronavirus gelegen haben. Und warum ausgerechnet in Italien? Gerade in Norditalien liegt eine hohe Luftverschmutzung vor, die der Lunge bekanntlich nicht gut tut. Sie ist aber nur einer von vielen weiteren Faktoren: Die Menschen wurden gezwungen, zu Hause zu bleiben. In Italien leben die Menschen in relativ kleinen Wohnungen und meistens mit mehreren Generationen zusammen. Natürlich war so die Ansteckungswahrscheinlichkeit hoch. Die Zahlen zu Antibiotikaresistenzen sind fatal hoch. Und auch während einer Infektion mit dem Coronavirus ist es insbesondere in einem Krankenhaus nicht unwahrscheinlich, sich eine bakterielle Infektion einzufangen. In Norditalien sind die Menschen außerdem im Durchschnitt sehr alt. Das Gesundheitssystem ist durch Einsparungen extrem marode und die Behandlungsqualität entsprechend schlecht – vor allem im Moment. Aber auch ganz unabhängig vom Coronavirus. Während der Influenza-Welle 2018 gab es in Italien ebenfalls eine deutliche Übersterblichkeit. Schon kleine Grippewellen führen in Italien seit jeher zu überfüllten Krankenhäusern. Einem Artikel in einer italienischen Tageszeitung zufolge war Anfang 2018 die medizinische Versorgung in der Millionenmetropole Mailand bereits überfordert, als 48 Menschen an einer schweren Influenza erkrankten: Operationen mussten verschoben werden, Ärzte Doppelschichten übernehmen; Krankenschwestern wurden aus dem Urlaub zurückbeordert. Die Krankenhäuser waren also völlig überlastet. Weil das aber in den Medien kaum erwähnt wurde, war dieser Umstand in den Köpfen der Menschen praktisch nicht vorhanden.

„ITALIENISCHE“ ZAHLEN UND FAKTEN

Man sollte folgendes bedenken: Von den ca. 30000 gestorbenen Menschen in Italien, bei denen das Coronavirus nachgewiesen wurde, waren über 80% älter als 70 Jahre. Weniger als 5% der Toten waren unter 60. Der Altersdurchschnitt der Gestorbenen lag bei ca. 80 (die reißerische Überschrift im Link gespickt mit Einleitungstext samt traurigem Foto erfüllt allerdings zunächst ihren Zweck…). Das Alter, das die Menschen im Durchschnitt erreichen, liegt in Italien übrigens bei ca. 83. Nur 0,8%, also 3 (!!!) der als „Corona-Tote“ bezeichneten Menschen in Italien hatten keine Vorerkrankungen, 48,5% litten unter mindestens drei. Nachzulesen im 2. Link dieses Abschnitts. Und selbst von den sehr alten und meist sehr schwer erkrankten Menschen ist letztendlich „nur“ (und bitte das „nur“ nicht als emotionale, sondern als statistische Relativierung ansehen) etwa jeder 7. im Zusammenhang mit Corona gestorben. Die Mortalität des Coronavirus’ wurde im Übrigen allein dadurch völlig überschätzt, dass in der breiten Bevölkerung Italiens kaum Tests durchgeführt wurden, sondern hauptsächlich bei schwer kranken Menschen.

DIE SACHE MIT DEN OBDUKTIONEN UND DER ÜBERSTERBLICHKEIT

Im Nachhinein festzustellen, ob die Menschen an Covid 19 oder an einer ihrer Vorerkrankungen oder schlicht am Alter verstorben sind… Nicht möglich, weil das Robert-Koch-Institut aufgrund der Infektionsgefahr von Obduktionen abriet. Und damit den Pathologen dieser Welt eine der grundlegenden Fertigkeiten ihres Berufsfeldes abspricht: sich ausreichend zu schützen, um eine Infektion mit möglichen Keimen auszuschließen. Eine vielleicht gewagte und moralisch von vielen diskutierte Theorie, die erst in einigen Monaten zu überprüfen sein wird: Die jetzige Übersterblichkeit könnte in der nächsten Zeit in eine Untersterblichkeit übergehen. Weil die Menschen, die nun am oder mit dem Coronavirus gestorben sind, sowieso nicht mehr lange gelebt hätten.

USA

Wie sieht es in den USA aus? Donald Trump versuchte, kaum war er im Amt, die Obama care abzuschaffen. Es ist ärmeren Menschen und Menschen ohne Arbeit (inzwischen 36 Millionen allein wegen der beschlossenen Corona-Maßnahmen) kaum möglich, sich eine ausreichende Gesundheitsversorgung zu leisten. Dementsprechend kann man von einer hohen Zahl vorerkrankter Menschen ausgehen. Zudem: Es ist eine unbestrittene Tatsache, dass Übergewicht und ungesunde Ernährung in den USA ein riesiges Problem darstellen. Nun kommt das Coronavirus ins Spiel. Wahrscheinlich viele Menschen leiden an schlecht behandelten Vorerkrankungen wie Diabetes (ein Risikofaktor, einen schweren Krankheitsverlauf zu haben) und sind zusätzlich deutlich adipös (ein weiterer Risikofaktor). Gleichzeitig können sie es sich nicht leisten, sich „nur“ wegen eines grippalen Infekts in Behandlung zu begeben. Und als ein solcher manifestiert sich das Coronavirus oft zunächst. Sie werden also erst dann direkt in die Notaufnahme gebracht, wenn schwere Symptome vorliegen. Kein Wunder, dass die Krankenhäuser punktuell überlastet sind. Und erneut: Auch das Gesundheitssystem in den USA, einem der reichsten Länder der Welt, ist schlecht. Das ist ein Fakt, den man nüchtern betrachten und ändern sollte. Stattdessen wird die Welt mit höchst emotionalen Bildern überschwemmt, die den Eindruck der nahenden Apokalypse hervorrufen. Was macht es mit den Menschen, wenn der Bürgermeister von New York verlauten lässt, dass die Welt, wie wir sie kannten, verloren sei? Und diese Aussage zusammen mit hoch dramatischen Fotos und einem entsprechenden Text gepaart ist?

DAS LEBEN IST (LEIDER) TÖDLICH

Dennoch: Sicherlich sind viele Menschen tatsächlich AM Coronavirus bzw. an Covid 19 gestorben. Und sicherlich waren Menschen unter ihnen, die noch längere Zeit gelebt hätten. Das ist schlimm. Punkt. … Aber: Schauen wir uns einmal an, woran Menschen sonst noch sterben. Weit über eine Million Menschen sterben jährlich weltweit im Straßenverkehr. Etwa 11 Millionen sterben durch ungesunde Ernährung. 8 Millionen durch Rauchen, davon 1 Million durch das passive Rauchen. 3 Millionen durch Alkoholkonsum. Und so weiter. Was ziehen wir daraus für Konsequenzen? Verzichten wir auf das Autofahren? Nein. Ernähren wir uns gesünder? Eher nicht. Verbieten wir das Rauchen? Nein. Alkohol? Kann man den Menschen alles nicht zumuten. Apropos Alkohol: Durch die Ausgangssperre ist die häusliche Gewalt vor allem in sozial sowieso schon schlecht dastehenden Familien derart in die Höhe geschnellt, dass teilweise bereits der Konsum von Alkohol verboten wurde, z.B. in Grönland. So kann man blinden Aktionismus wiederum mit blindem Aktionismus bekämpfen.

MEINE KLEINE IMPFDEBATTE

Wie lange hat es gedauert, bis die Masernimpfung verpflichtend wurde? Sehr lange. Aus gutem Grund, denn eine Impfpflicht ist vor allem ethisch und moralisch zu hinterfragen. Fakt ist: Die Masernimpfung ist eine HÖCHST effektive und sichere Methode, um vielen Kindern eine schwere Erkrankung zu ersparen. … Die Entwicklung eines neuen und sicheren Impfstoffs dauert normalerweise viele Jahre, manchmal sogar Jahrzehnte. Und selbst wenn ein Impfstoff gegen das nun aufgekommene Coronavirus es auf den Markt schafft, kann es sein, dass er gegen das möglicherweise schon mutierte Virus nicht so viel ausrichten kann wie von vielen erhofft. Ähnlich wie bei Influenza. Jedes Jahr gibt es eine neue Influenza-Impfung, weil die Viren sich verändern. Die – was viele nicht wissen – oft gar nicht so viel hilft bzw. verhindert wie man vermuten würde. … Und was passiert im Zuge von Corona? Die ganze Welt fiebert einem Impfstoff entgegen, den es vermutlich in der erhofften Form niemals geben wird. Und viele Politiker sowie einige Wissenschaftler? Halten die Weltbevölkerung hin und lassen sich – ich unterstelle: gerne – feiern, weil so engagiert und mit Eifer an einer Impfung geforscht wird. Mal angenommen, ein Impfstoff wäre tatsächlich vorhanden… Wie soll man es logistisch schaffen, die ganze Welt – gerecht – durchzuimpfen? Wer soll die Impfungen bezahlen? Wer würde eine Impfung überhaupt wollen? Zumindest was letztere Frage angeht, haben einige Politiker mit der diskutierten Impfpflicht ja nun die ultimative Lösung in die Runde geworfen.

ALLTAGSSZENEN

Noch vor einigen Wochen spielten sich in Deutschland absurde Szenen ab. Beispiel (ich glaube, ich hörte es im Radio, und kann daher den Wahrheitsgehalt nicht überprüfen): Ein Mann hatte sich mit Erkältungssymptomen beim Arzt vorgestellt. Ein Test auf das Coronavirus wurde durchgeführt, aber der Mann aufgrund seiner milden Symptomatik nach Hause geschickt. Der Test erwies sich am Abend als positiv. Daraufhin wurde der Mann nachts von Beamten aus seiner Wohnung geholt. Seiner Frau und den beiden kleinen Kindern wurde Blut abgenommen, um es ebenfalls zu untersuchen. Dass die Inkubationszeit des Virus’ bis zu zwei Wochen betragen kann… Egal. … Am 14. März twitterte das Bundesgesundheitsministerium: „Achtung, Fake News: Es wird behauptet und rasch verbreitet, das Bundesministerium für Gesundheit/die Bundesregierung würde bald massive weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens ankündigen. Das stimmt nicht! Bitte helfen Sie mit, die Verbreitung zu stoppen.“ Wenige Tage später kamen die Einschränkungen. … Ich begegnete in den letzten Wochen jungen und gesunden Menschen, denen die Angst förmlich ins Gesicht geschrieben stand. (Das ich nun häufig hinter der Maske leider kaum noch erkennen kann.) Junge Menschen joggen mit Maske und Handschuhen durch den Park. Überall Warnhinweise, man solle Abstandsgebote einhalten, um die tödliche Gefahr des Virus’ kontrollieren zu können. Cafés haben teilweise wieder geöffnet. Die grotesken Menschenschlangen reichen bei schönem Wetter bis zur nächsten Straßenkreuzung. Alle stellen sich brav auf die Markierungsstreifen und lächeln womöglich hinter ihren höchstselbst gestrickten Gesichtsmasken (entschuldigt meine Wortwahl, aber ich werde extrem aufgebracht, während ich das hier schreibe). Ich habe tatsächlich die Empfehlung gelesen, man könne zur Not eine Damenbinde als Mundschutz verwenden! Wo ist die Würde der Menschen geblieben? Fehlen nur noch die zwei Tampons in der Nase. Zurück zur Menschenschlange. Für mich bietet sie ein Bild, das den Inbegriff der Unmündigkeit verkörpert. Eingang und Ausgang der Cafés sind strikt getrennt. Zu groß sonst die Gefahr. Im Café doppelte Sicherung durch meterhohe Plexiglasscheiben und zusätzlichen Mundschutz der Mitarbeiter. Bezahlung möglichst mit Karte. Die verpönten To-Go-Becher aus beschichteter Pappe haben wieder Hochkonjunktur. Nach dem Bezahlen für jeden Kunden der Hinweis, dass man den Kaffee bitte nicht in einem Umkreis von 50m ums Café herum verzehren solle. VIEL zu gefährlich. (Nur blöd, dass sich 50m weiter eine ebenfalls geöffnete Eisdiele befindet.) … Großeltern soll man unter keinen Umständen besuchen. Krankenhäuser und Altenheime betreten… viel zu gefährlich. Durch die fast menschenleeren Fußgängerzonen patrouilliert die Polizei. Vor den Supermärkten stehen teils bewaffnete Ordnungshüter, die dafür sorgen, dass niemand den Laden ohne Einkaufswagen betritt. Sind wir alle plötzlich verblödet? Wenn ich den Abstand von 1,5m zu anderen einhalten will, kann ich das, ohne einen Einkaufswagen vor mir her zu schieben. (Und wenn ich den Abstand NICHT einhalten wollen würde, ginge das auch MIT Einkaufswagen.) Wochenlang Flatterband um die verwaisten Spielplätze, als wären alle Kinder dieser Welt plötzlich verschwunden. Ich habe erlebt, dass Leute die Straßenseite wechseln, wenn ich ihnen mit meinen zwei kleinen Kindern entgegen komme. Wenn ich sie zur „Notbetreuung“ in die Kita bringe, darf ich diese UNTER KEINEN UMSTÄNDEN betreten. Nach dem Klingeln habe ich mich hinter die 2-m-Markierung zu begeben. Selbstverständlich mit Mundschutz. Die Tatsache, dass ich normalerweise recht engen Kontakt mit meinen eigenen Kindern habe und potentielle Viren höchstwahrscheinlich mit ihnen austausche… tut nichts zur Sache. Es kommt mir vor wie willkürliche Schikane. Oder wie der Versuch, die Angst in den Köpfen aufrechtzuerhalten. W-a-r-u-m?

DIE ARMEN SCHULKINDER

Ich zitiere aus einem Schulbrief bzgl. des zukünftigen Ablaufs: „Auf dem Schulgelände wird bis auf weiteres von allen Personen ein Mundschutz getragen. … In allen schulischen Bereichen ist das Einhalten der Abstandsregeln von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen strikt einzuhalten. Dazu wird in den Schulgebäuden bis auf weiteres ein Einbahnstraßensystem eingeführt, sodass ein Gegenverkehr auf den Fluren und in den Treppenhäusern ausgeschlossen werden kann. Diese Laufwege sind strikt einzuhalten! Zum Aufenthalt vor dem Unterricht sowie in den kurzen Pausen werden gesonderte Aufenthaltsflächen für die einzelnen Unterrichtsgruppen ausgewiesen. Das Einhalten der Abstandsregeln und das Tragen der Gesichtsmasken ist zwingend erforderlich! Vor dem Unterricht warten die Schüler in den benannten Aufenthaltsflächen unter Wahrung des Abstandsgebots. Das Schulgebäude wird erst einzeln ab 7:40 unter Aufsicht der Lehrkräfte betreten. Die verschiedenen Gruppen warten in einer Reihe (Abstand 1,5m) vor dem betreffenden Klassenraum und betreten einzeln den Klassenraum. Zuerst wird sich jede Person nacheinander die Hände am Waschbecken waschen (unter Einhaltung der Waschregeln). Danach setzt sich die Person auf ihren festgelegten Sitzplatz. Danach kann die Gesichtsmaske abgelegt werden. Jedem Schüler wird deshalb ein fester Sitzplatz zugewiesen und schriftlich dokumentiert, damit im Falle einer individuellen Infektion etwaige Infektionsketten bestimmbar bleiben können. … Ein wiederholtes Missachten der grundlegenden Hygieneregeln führt notwendigerweise zu einem individuellen vorübergehenden Betretungsverbot des Schulgeländes. Der Gesundheitsschutz eines jeden einzelnen von uns hat oberste Priorität!“

IN DIE KÖPFE GEBRANNTES GEFÜHL VON GEFAHR

Menschen wurden von Parkbänken aufgescheucht, ohne, dass sich jemand in ihrer Nähe befunden hätte. Der Grund ist mir bis heute unklar. In den Medien wurde ich wochenlang quasi in Dauerschleife dazu aufgefordert, zu Hause zu bleiben. Selbst in der Produktwerbung. Weil ich sonst den Tod von Menschen in Kauf nehme oder sogar für den Tod verantwortlich bin. Die Aufforderung impliziert eine Gefahr, sobald ich das Haus verlasse. Ausflüge sind möglichst zu unterlassen. Über Ostern sollten die Bürger Mecklenburg-Vorpommerns nicht am Strand spazieren gehen dürfen. Dabei war schon ausgeschlossen, dass „Touristen“ aus anderen Bundesländern es wagen könnten, die Küste zu betreten. Polizeiaufgeboten an den Grenzen der Bundesländer sei dank. Dieses Verbot wurde zum Glück durch ein Eilverfahren gekippt. … Man könnte den Eindruck gewinnen, alles außerhalb des eigenen Haushaltes – erst recht andere Menschen – wäre kontaminiert. Durch die nun omnipräsenten Gesichtsmasken, die in unserer Kultur stark mit Krankheit assoziiert sind, wird der Eindruck enorm verschärft. Als lauere draußen überall ein todbringender Keim, durch den das Außerkraftsetzen beinahe aller Grundrechte zu rechtfertigen ist. … Bei der Betrachtung der momentan getroffenen Maßnahmen hat man den Eindruck, dass dieses Coronavirus die schlimmste und todbringendste Seuche der Menschheitsgeschichte einläutet. Dabei führt es im Großteil aller Fälle zu einer „Erkältung“, die bei wahrscheinlich weit über 80% mit milden Symptomen verläuft und in 2% der Fälle zu einer Lungenentzündung führt (Dunkelziffer wahrscheinlich nicht mit einberechnet). 

DIE SCHNUPPERPROBE

Ich kann mich erinnern, dass ich vor einiger Zeit tatsächlich zunächst verunsichert war, als ich hörte, ein neues Coronasymptom sei entdeckt worden. Um welches Symptom handelte es sich? Offenbar könne das Virus zu einem MEHRTÄTIGEN Geruchs- und Geschmacksverlust führen. Eine Mutter habe berichtet, selbst die volle Windel ihres Babys nicht mehr gerochen zu haben! Damit schlägt das Virus in Sachen Gefährlichkeit natürlich alles. Noch NIE hatte man davon gehört, dass bei einem Infekt der Atemwege durch das Anschwellen der Schleimhäute kurzzeitig nichts gerochen und infolge dessen auch nichts richtig geschmeckt wird. Ich kam mir richtiggehend „verarscht“ vor.

WORST-CASE-SZENARIO

Vor einiger Zeit haben Wissenschaftler ein Szenario dargestellt, das möglicherweise entstanden wäre, hätte man das Virus unter den sonst üblichen Hygienemaßnahmen „laufen lassen“. Ihr Ergebnis: Im schlimmsten Fall wären dieses Jahr 40 Millionen Menschen weltweit am Virus gestorben. Auch hier möchte ich das Wörtchen „am“ gerne durch „mit“ ersetzen. Hört man diese Zahl, klingt sie erschreckend hoch. Ich möchte ihr einmal folgenden REALEN Umstand aus einem aktuellen Bericht der Welthungerhilfe gegenüberstellen: „Alle zehn Sekunden stirbt ein Kind unter fünf Jahren an den Folgen von Hunger. 822 Millionen Menschen hungern, 2 Milliarden leiden an Mangelernährung. Dabei gibt es genug Nahrung, Wissen und Mittel für alle. Mehr noch: Nahrung ist ein Menschenrecht.“ Jedes Jahr sterben etwa 9 Millionen Menschen allein an Hunger. Dazu kommen etwa insgesamt drei Million Menschen, die jeweils an AIDS, Tuberkulose und Malaria sterben. Man könnte die Liste der im Grunde vermeidbaren Todesursachen natürlich noch weiter führen. Fakt ist: Wir nehmen in einem Zeitraum von vier Jahren mehr oder weniger hin, das allein an den hier genannten Ursachen ebenfalls 40 Millionen Menschen sterben.

MONEY, MONEY, MONEY

Die EU werden die Maßnahmen gegen Corona schätzungsweise 4,4 BILLIONEN Euro kosten; die USA bauen ein Konjunkturpaket über 2 Billionen US-Dollar. Man kann sich die Größe dieser Zahlen als Normalbürger absolut nicht vorstellen. Laut einer UN-Studie von 2015 müsste man „nur“ gut die Hälfte dieser Summe an Geld investieren (etwa 3,4 Billionen), um den Hunger weltweit bis 2030 auszurotten. Und wenn auch nur ein Bruchteil des Geldes in die Krebs- oder HIV-Forschung gesteckt würde… Na ja.

DIE INDIVIDUELLE CORONA-GEFAHR

Zurück zur Gefährlichkeit des Coronavirus’. Wie sieht es im individuellen Fall aus? Schauen wir uns Zahlen aus Deutschland vom 17.5.2020 an. Offiziell wurden ca. 176000 Menschen positiv auf das Virus getestet. Die Dunkelziffer liegt schätzungsweise deutlich höher. Nur etwa 15% der Infektionen werden erfasst. Weltweit gehen sogar offenbar nur 6% der infizierten Menschen in die offizielle Statistik ein. Die Wahrscheinlichkeit zu sterben liegt in Deutschland schätzungsweise bei 0,36. Die Ansteckungsgefahr im gleichen Haushalt beträgt in zwei-, drei- oder vier-Personen-Haushalten jeweils unter 50% und sinkt, je mehr Menschen zusammenleben (wie passt das zusammen mit den doppelten, dreifachen, vielfachen Sicherungen, die uns im Alltag momentan als „Infektionsschutz“ verkauft werden?). Zudem muss man – wie bereits ausgeführt – bedenken, wen das Virus wirklich gefährdet, nämlich sehr alte und schwer vorerkrankte Menschen. Im größten Anteil der Fälle verläuft eine Infektion mit dem Coronavirus mit milden oder KEINEN Symptomen ab. Und nur ca. 5%, zum größten Teil sowieso schon geschwächte Menschen, weisen einen schwereren Verlauf ähnlich einer komplizierten Influenza-Grippe auf. Wie hoch ist also das individuelle Risiko für einen gesunden und jungen Menschen, einen schweren oder sogar tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem neuen Coronavirus zu haben? Fast gleich Null. Wenn ich mit schweren Erkältungssymptomen zum Arzt komme, werde ich gar nicht aufs Virus getestet und wieder nach Hause geschickt. Wie passt das mit den sonstigen Maßnahmen zusammen?

WO IST UNSER GRUNDGESETZ GEBLIEBEN?

Ist es gerechtfertigt, dass sich in Deutschland Situationen wie oben beschrieben abspielen? Dass die Angst allein durch die getroffenen Maßnahmen und deren subjektiven Implikationen ungeahnt steigt? Die Grundgesetze waren in den letzten Wochen quasi nicht mehr vorhanden. BEWEGUNGSFREIHEIT. … MEINUNGSFREIHEIT. … VERSAMMLUNGSFREIHEIT. … DEMONSTRATIONSRECHT. … RECHT AUF BILDUNG. … RECHT AUF BERUFSAUSÜBUNG UND FREIE RELIGIONSAUSÜBUNG. … Futsch bzw. stark eingeschränkt.

VON HAMSTERKÄUFEN UND DISKRIMINIERTEN KLEINEN MONSTERN

Wie ist es mit den wahrscheinlich fatalen psychischen und sozialen Folgen der getroffenen Maßnahmen? Ängste, Depressionen, Zwänge, Suchterkrankungen, Psychosen bis hin zur erhöhten Suizidrate… Die Corona-Maßnahmen sind für viele psychischen Störungen ganz offensichtlich ein gefundenes Fressen; der Zusammenhang wird allerdings kaum benannt. Aber auch ohne direkt von psychischen Störungen zu sprechen… Schaut man sich die panischen Klopapier-Hamsterkäufe der vergangenen Wochen an, bekommt man eine Idee davon, was mit den Menschen momentan passiert. Ich möchte mir gar nicht ausmalen, was es für viele Kinder bedeutet, über Wochen eine große allgemeine Angst und Unsicherheit zu spüren. Möglicherweise zu Hause in einer kleinen Wohnung zu sitzen. Sich als Störfaktor zu fühlen, weil die Eltern es nicht schaffen, gleichzeitig Homeoffice zu machen und sich um die Kinder zu kümmern bzw. den älteren noch zusätzlich zu allem Lehrerersatz zu sein. Sich nicht mit ihren Freunden treffen zu dürfen. Nicht zu den Großeltern zu fahren. Abstand zu anderen Menschen halten zu sollen. Sich ständig am besten 30 Sekunden lang die Hände waschen zu müssen. Nicht in Schule oder Kita gehen zu dürfen. Von Spielplätzen, Tierparks, Schwimmbädern, Sportvereinen, Fußballplätzen ganz zu schweigen. Diesbezügliche Warnungen werden großzügig ignoriert. Alexander Kekulé, einer unserer „Experten“, äußerte sich kürzlich in der „Zeit“ zur Schulsituation folgendermaßen: „Kinder (…) durch Mundschutz und Hygieneerziehung vor Infektionen zu schützen ist illusorisch und hätte das Potenzial, eine ganze Generation psychisch zu traumatisieren.“ Ich bekam fast Herzklopfen ob dieser Aussage, weil sie für mich impliziert, wieder einen kindgerechten Alltag in den Schulen zu etablieren. Aber beim genauen Hinschauen scheint er auf etwas anderes hinauszuwollen: „Insbesondere die Öffnung von Kindertagesstätten und Grundschulen ist zwangsläufig mit einer Zunahme der epidemischen Aktivität verbunden.“ Heißt: Lassen wir die Kinder lieber weiter zu Hause. Sie sind aus virologischer Sicht schließlich gefährliche Keimschleudern, die es nicht schaffen, sich an Hygienevorschriften zu halten, bei einer Infektion häufig keine Symptome zeigen und das Virus daher wie kleine Monster an andere Menschen weiter geben. Und: Sie wehren sich nicht. Ein weiterer Satz aus seinem „Zeit“-Artikel, der zum Nachdenken bringt: „Der Lockdown ist im Begriff, unser wirtschaftliches, soziales und politisches Leben zu zerstören. Auch die gesundheitlichen Kollateralschäden könnten bald die unmittelbaren Todesopfer der Pandemie übersteigen. Trotzdem darf die Politik die Kontaktbeschränkungen erst lockern, wenn sie alternative Schutzmaßnahmen installiert hat.“

WAS WILL DIE SOGENANNTE RISIKOGRUPPE?

Hat eigentlich einmal jemand die Risikogruppen gefragt, wie es ihnen mit den diversen Maßnahmen geht? Auch sie wehren sich größtenteils nicht gegen die Maßnahmen. Aber heißen sie diese für gut? Wie geht es den Großeltern, die ihre Enkel über Ostern und auch sonst nicht sehen durften? Den Bewohnern der Altenheime, die nun nur noch teils komplett vermummte Mitarbeiter zu Gesicht bekommen? Was macht das ganze mit möglicherweise schon dementen Personen? An dieser Stelle möchte ich auf ein großes Problem hinweisen, dem viel zu wenig Beachtung geschenkt wird: Es ist leider eine Tatsache, dass nur sehr wenig Menschen eine gültige Patientenverfügung erstellt haben. Unter den Menschen, die eine solche haben, wünscht nur ein kleiner Teil lebenserhaltende Maßnahmen – wie beispielsweise die apparative Beatmung im Fall einer schweren Lungenentzündung. Und das aus gutem Grund. Bei einer schweren Erkrankung überleben nur 3% der Patienten eine leidvolle intensivmedizinische Beatmung (siehe unten verlinkten Beitrag von Matthias Thöns). Viele gehen mit deutlichen Schäden hervor und sind häufig dauerhaft pflegebedürftig. Laut Palliativmediziner Matthias Thöns würden bei der Behandlung von Covid 19 sehr falsche Prioritäten gesetzt und alle ethischen Prinzipien verletzt. Was ist die Alternative zur Beatmung im Fall einer schweren Lungenentzündung? Kein quälender Erstickungstod, wie vielleicht von vielen angenommen wird. Es gibt im Bereich der Palliativmedizin durch den kontrollierten Einsatz von Opiaten die sehr humane und friedliche Möglichkeit, Patienten auf ihrem letzten Weg zu begleiten. Bestimmt für viele eine angenehmere Vorstellung als umgeben von Schläuchen und Apparaten womöglich noch in Bauchlage alleine auf der Intensivstation zu liegen mit wenig Aussicht, einigermaßen heil aus der Prozedur hervorzugehen. Übrigens kann eine apparative Beatmung einem Krankenhaus laut Thöns täglich 20000 Euro einbringen. Im Fall von Covid 19 sind ca. zwei Wochen Beatmung erforderlich. … Auch Krankenhäuser sind Wirtschaftsunternehmen, wie man an den massiven Einsparungen in den letzten Jahren merkte. Wir sollen aber „die Kurve flach halten“, damit alle Patienten, die eine schwere Lungenentzündung entwickeln, an die Beatmungsgeräte angeschlossen werden können…

HOPPLA, SIND AUCH JUNGE MENSCHEN IN GEFAHR?

Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer erklärte vor einiger Zeit: „Wir retten in Deutschland möglicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot wären – aufgrund ihres Alters und ihrer Vorerkrankungen.“ Ist diese Aussage mit ihren Implikation verwerflich? Zumindest stand aufgrund dieser Aussage die Frage im Raum, inwieweit er weiter den Grünen angehören darf. … Wie als Reaktion auf potentielle Befürworter von Palmers Aussage scheint man teilweise fast besessen beweisen zu wollen, dass durchaus auch junge Menschen schwer vom Virus getroffen werden können. Und sogar sterben. In den USA ist ja sogar ein Baby gestorben! EIN Baby!!! Für die Eltern bricht natürlich eine Welt zusammen, ganz unabhängig davon, woran ihr Kind gestorben ist. Aber das ist nicht der Punkt. Zeitgleich sind wahrscheinlich dutzende anderer Babys an potentiell vermeidbaren Umständen gestorben. Vor einigen Tagen die Meldung, dass eine Folge des Coronavirus’ bei Kindern womöglich Symptome seien, die dem Kawasaki-Syndrom ähneln, einer seltenen, aber gefährlichen Überreaktion des Immunsystems. Wie kommt man darauf? EINIGE der mit dem seltenen Syndrom behandelten Kinder wurden positiv auf das Coronavirus getestet. Und wieder: Hier wird ein korrelativer Zusammenhang beschrieben. Der aber wahrscheinlich bei Millionen von Eltern, die sich zumindest bezüglich ihrer Kinder wenig Ängste gemacht hatten, Panik auslöst. W-A-R-U-M?

DIE SCHWIERIGE SACHE MIT DEM ÄRZTLICHEN EID

Ärzte sind angehalten, mit allen Mitteln das Überleben ihrer Patienten zu sichern. Ein Umstand, der im Grunde natürlich höchste Berechtigung hat. Aber dennoch: Erst vor kurzem wurde ein neues Gesetz verabschiedet, das aktive Sterbehilfe erleichtert. Und jetzt? Alte und kranke Menschen, die sich vielleicht einfach nach einem friedlichen Tod im Kreis ihrer Familie sehnen, werden auf die Intensivstationen verfrachtet, dürfen keinen Besuch erhalten und warten auf ihren möglicherweise eintretenden Tod. Dabei sind die Krankenhäuser in vielen Ländern überlastet. Eine groteske und menschenunwürdige Situation. Die man möglicherweise umgehen könnte, indem man Patienten schlicht und ergreifend fragt, welche lebenserhaltenden Maßnahmen sie im Fall einer schweren Erkrankung wünschen.

LOCKDOWN UND WIRTSCHAFT

Ich habe erwähnt, welch unfassbar riesige Summen wahrscheinlich nötig sein werden, um die entstehenden Kosten der weltweit einmaligen Maßnahmen zu decken. Ein großer Teil des Geldes wird nicht in bessere Gesundheitsversorgung investiert, sondern muss die wirtschaftlichen Schäden wieder gut machen, die entstanden sind und noch entstehen werden. Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit und Insolvenzen steigen extrem an. Rezession und Inflation sind in aller Munde und waren von Anfang an absehbar, stehen aber in der Prioritätenliste hinten an. Wer soll die gemachten Schuldenberge je wieder abbezahlen? Die enormen Staatshilfen, die nun großzügig verteilt werden, zahlen sich ja nicht von selbst zurück. Aber der Steuerzahler soll bitteschön die Füße still halten, denn es liegt schließlich ein gesundheitlicher „Notstand“ vor, hinter dem ALLES zurückstehen muss. Und damit keiner daran zweifelt, wird in den Medien immer wieder DAS VIRUS für die wirtschaftlichen, sozialen, psychischen und gesellschaftlichen Schäden verantwortlich gemacht. Sehr schlau. Denn wenn den Menschen eingeredet wird, das Virus sei verantwortlich für ihre Existenznöte, muss sich niemand dafür rechtfertigen. Ein wenig seltsam ist es ja schon, dass auch Krankenhäuser in Deutschland Kurzarbeit anmelden und teilweise sogar schließen mussten. Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man darüber lachen. Die große Coronawelle wurde prophezeit und kam nicht… und kam nicht… und kommt bis heute noch nicht. Ja ja, kann man sagen… Wir Deutschen sind so diszipliniert und solidarisch. Aber wer kann beweisen, dass die schlimme Welle gekommen wäre, hätte man die teilweise absurden Maßnahmen nicht in dieser Form erlassen? Egal. Wir halten die Maßnahmen lieber noch sehr lange aufrecht. Denn wenn die erste Welle nicht kam… Vielleicht wird die zweite umso heftiger. Im Internet habe ich kürzlich einen ironischen Kommentar gelesen. Wissenschaftler des Robert-Koch-Instituts hätten nun eine düstere Prognose mitgeteilt: Selbst diejenigen Menschen, die nach einer Infektion mit dem Coronavirus vollständig gesund wurden, werden möglicherweise irgendwann sterben. Man sollte den weltweiten Lockdown also auf jeden Fall noch lange aufrechterhalten. … Der Verfasser erntete Shitstorms. Einige erkannten nicht einmal die Ironie.

ALLE MACHEN ALLES MIT

Ganz viele Menschen sind momentan bereit, fast ALLES zu tun. Viele heißen die getroffenen Maßnahmen für gut. Sie nehmen fast ohne Widerstand hin, dass ihre Grundrechte mit Füßen getreten werden. Sie lassen sich unmündig machen. Die Mundschutzpflicht, die auch so gut wie ohne Widerstand hingenommen wird, verbildlicht dies geradezu. Allein die ÜBERLEGUNG, weitreichende Datenschutzrichtlinien über Bord zu schmeißen und mit einer verpflichtenden App zu überprüfen, wann jemand sich wo mit wem getroffen hat… eigentlich UNDENKBAR! Wieviel Hin und Her gibt es bei der Diskussion, ob man die Handydaten potentieller Terroristen auslesen darf? Und jetzt? Die ängstlich gemachten Menschen installieren sich die App wahrscheinlich sogar massenhaft freiwillig. Die Bevölkerung ist regelrecht indoktriniert. Erklärte einer der Herren Virologen, Wäscheklammern an den Ohren würden das Risiko senken, sich mit dem Coronavirus zu infizieren… Es würde lustig aussehen.

AKUTE SOLIDARITÄT UND DIE MACHT DER MEDIEN UND MÄCHTIGEN

Warum lassen die Menschen das mit sich machen? Menschen, die sich jeden Tag in ihr Auto setzen und einen Verkehrsunfall in Kauf nehmen? Die rauchen, sich ungesund ernähren und dennoch Vorsorgeuntersuchungen nicht wahrnehmen? Haben sie Angst um SICH? Oder sind wirklich plötzlich alle akut so solidarisch geworden, dass sie ihre eigene Existenz quasi aufgeben, um damit möglicherweise Risikopersonen zu schützen? Was steckt wirklich hinter dem Geklatsche um neun Uhr und den Regenbögen an den Fenstern? Ich weiß es nicht. Aber was ich stark vermute: Die Art der Berichterstattung in den letzten Wochen und Monaten hat größtenteils zum Verhalten der Menschen beigetragen. Es fand eine extreme Angst- und Panikmache statt, die zur allgemeinen Hysterie führte und dazu, alle Maßnahmen fast kritiklos hinzunehmen. Viele Notaufnahmen blieben leer. Nicht nur, weil die erwartete Coronawelle ausblieb. Sondern auch, weil Menschen mit lebensgefährlichen Notfällen wie Herzinfarkten und Schlaganfällen sich nicht mehr trauten, ins Krankenhaus zu gehen. Man könnte sich dort schließlich einen Schnupfen holen, um es einmal sehr sarkastisch auszudrücken. Eine gefährliche Entwicklung. Dass die Menschen in den USA auf eine Aussage des Präsidenten hin Desinfektionsmittel schlucken, zeigt, dass panische Menschen wie die Lemminge ihrem Anführer in den Abgrund hinterher springen würden.

EIGENVERANTWORTUNG VS. UNKRITISCHE GLEICHHEIT

Nicht panisch gemachte Menschen hingegen besitzen normalerweise ein mehr oder weniger ausgeprägtes Maß an Eigenständigkeit und -verantwortung. Aber die wird einem Großteil der Bevölkerung quasi abgesprochen. Warum darf der ältere Herr von nebenan nicht – wie in jeder Grippewelle auch – selbst entscheiden, welchen Risiken er sich aussetzt? Die Menschen sollen plötzlich nicht mehr in der Lage sein, auf sich selbst und andere Rücksicht zu nehmen. Natürlich gibt es immer Risiken, die man durch Einschränkungen und immer weitere Einschränkungen minimieren kann. Aber die Sicherheit darf doch nicht vor allem anderen stehen. Vor allem nicht dann, wenn nur ein Bruchteil tatsächlich gefährdet ist. Den besser zu schützen wahrscheinlich die sinnvollere Strategie mit deutlich weniger schwerwiegenden Nebenwirkungen gewesen wäre. Ich zitiere dazu aus der „Zeit“: „Allein nur diesen Gedanken zu denken wurde als zynisch und ungerecht gebrandmarkt. Als würde Gerechtigkeit gebieten, dass Beschränkungen, die für den einen hilfreich oder lebensnotwendig sind, sofort und ausnahmslos allen anderen aufgezwungen werden – damit niemand besser dasteht? Darf, wenn einer auf den Rollstuhl angewiesen ist, niemand anderes mehr zu Fuß gehen? Wenn einer salzlose Diät braucht, kein anderer sein Essen salzen?“

DDR-DÉJÀ-VU

Aber Kritik am laufenden Verfahren wird momentan oft schon im Keim erstickt. Kritiker werden diskriminiert, ihre Beiträge und Webseiten teilweise gesperrt. Ein Schweizer Arzt vergleicht kritische Menschen gar mit Nationalsozialisten im dritten Reich. Es ist doch eher beängstigend, wie leicht und wie schnell man ein ganzes Land, sogar die ganze Welt „ausschalten“ kann und einen Großteil der Menschen davon überzeugen, dass das richtig ist! Wir werden zur Denunziation aufgerufen wie früher in der DDR und das wird nicht hinterfragt!?

EINSEITIGE BERICHTERSTATTUNG

Journalismus ist in diesen Zeiten alles andere als objektiv. Und die Entscheidungen der Politiker? Beruhen auf einem Ungleichgewicht. In den letzten Wochen fand die Beratung der Politiker fast ausnahmslos durch Ärzte, im Speziellen durch ein paar wenige Virologen, statt. Die heimlichen „Götter vom Kronen-Virus“, von denen einige sich – etwas böse formuliert – wahrscheinlich am liebsten auch selbst eine Krone aufsetzen würden. Es besteht nicht nur ein Ungleichgewicht bezüglich der Beratung, sondern auch ein enormer Druck. Als Politiker in einer unsicheren Situation irgendetwas zu tun (und besser viel als wenig), führt kurzfristig sicher zu mehr Zufriedenheit seitens der Wähler. Der Wunsch nach Macht spielt wahrscheinlich auch im Zuge von Corona eine Rolle, zumindest bei einigen Politikern.

VERKEHRTE WELT

Ich möchte einmal daran erinnern, dass vor nicht allzu langer Zeit unter Strafe gestellt wurde, Menschen vor dem Ertrinken zu retten. Diesen Umstand muss man sich vor dem Hintergrund der aktuellen Lage einmal auf der Zunge zergehen lassen. Aber auch weniger entsetzliche Umstände eignen sich zum Vergleich. Es gab die Überlegung, grundsätzlich alle Menschen zu potentiellen Organspendern zu machen, die nicht aktiv widersprechen. Mit dem Ziel, die ellenlangen Wartelisten auf ein lebensrettendes Organ ein wenig kürzer zu machen. Das Ergebnis: Der Organspende einmal im Leben aktiv zu widersprechen, sofern man sie ablehnt, könne man den Menschen nicht zumuten. Der Mensch gehöre nicht dem Staat, nicht der Gesellschaft, er gehöre sich selbst. Aha.

WER WILL MITSPIELEN?

Außerdem: Ein Land macht etwas vor und alle anderen müssen nachziehen. Sonst dürfen sie nicht mehr mitspielen im Wettlauf um das Land mit der bestmöglichen Kontrolle. Was ist mit Schweden? In letzter Zeit ist es ein wenig aus dem Fokus verschwunden. Horrorszenarien waren ausgemalt worden; das Land schon einmal vorauseilend an den Pranger gestellt. Und ja. Die berühmt-berüchtigten Zahlen weisen darauf hin, dass es in Schweden mehr „Corona-Tote“ gibt. Aber dafür gibt es keine massenhafte Hysterie, keine gegenseitige Bespitzelung, keine so massive Einschränkung der grundlegendsten Grundrechte. Ein renommierter schwedischer Epidemiologe vertritt die Meinung, durch einen Lockdown würde man Tote lediglich in die Zukunft verschieben. … Es ist nicht so schlimm geworden in Schweden wie prophezeit. Aber das zu sagen, ist nicht nur langweilig, sondern stellt ja möglicherweise die Maßnahmen anderer Länder in Frage.

RECHNUNG MIT UNBEKANNTEN

Es gibt einige Punkte, die ich nicht verstehe. Momentan wird die ominöse Reproduktionszahl als Maßstab genommen, um Lockerungen aus dem Shutdown zu beschließen. Übrigens war vorher die Verdoppelungszahl der Infektionen das Maß aller Dinge, aber als die Infektionen nicht so sprunghaft anstiegen wie vorhergesagt und man gewisse Maßnahmen nicht hätte vertreten können, war der Maßstab vergessen. Aber zurück zu „R“. Wie kürzlich bekannt wurde, lag die Zahl schon im März bei etwa eins. Also hat schon zu diesem Zeitpunkt eine infizierte Person im Durchschnitt nur einen einen weiteren Menschen angesteckt. Die Verbreitung war also schon vor Beginn der drastischen Maßnahmen stabil. Aber egal. Nun, Stand 9. Mai, liegt sie weiterhin um eins. Aber man sollte vorsichtig bleiben. Wobei ich mich sowieso frage, wie „R“ genau berechnet wird. Um es wirklich zu können, muss man wissen, wieviele Menschen zu einem bestimmten Zeitpunkt infiziert sind und wieviele Menschen von ihnen wiederum angesteckt werden. Beide Variablen sind aber nicht bekannt. Man weiß nicht, wie viele Menschen zu einem Zeitpunkt mit dem Coronavirus infiziert sind. Jeden Tag kann man sich zwar die Infektionszahlen anschauen. Aber die Dunkelziffer ist, wie gesagt, enorm hoch. Denn natürlich wird nicht jeden Tag jeder Mensch getestet. Erst recht nicht diejenigen Menschen, die keine Symptome zeigen und das Virus aber vielleicht in sich tragen. Massenhaftes Testen, das immer wieder als sinnvoll angepriesen wird, ist nicht nur logistisch schwer umsetzbar, sondern macht auch keinen wirklichen Sinn, weil es immer nur eine Momentaufnahme darstellt. Inzwischen geht man davon aus, dass es nach einer Infektion keine langfristige Immunität gibt. Also kann man auch nicht mehr darauf hoffen, dass Erkrankte auf Dauer nicht mehr gefährdet oder infektiös sind. … Zurück zur Reproduktionszahl. Man müsste also mit X und Y rechnen, um R herauszubekommen. Das funktioniert mathematisch nicht. Also wird die Reproduktionszahl geschätzt. Und wird aber dennoch als Maß aller Dinge kommuniziert, auf dessen Grundlage massive Einschränkungen des Lebens gerechtfertigt werden. Für mich erzeugt das den Eindruck von Willkür. Gleiches gilt für die Maskenpflicht. Plötzlich, nachdem Herr Drosten noch im Januar höchstpersönlich das Tragen von Gesichtsmasken als „sinnlos“ einstufte, sind sie hilfreich. Frank Ulrich Montgomery, Präsident des Weltärztebundes, bezeichnete die Maskenpflicht als „lächerlich“ und zum Teil gefährlich. Trotzdem. Jeder soll sich eine aufsetzen (und die meisten tun es!!!) und sich damit selbst mundtot machen im wahrsten Sinne des Wortes.

49 AUS 100000 – DAS ETWAS ANDERE LOTTO

Eine weitere recht willkürlich gesetzte magische Zahl macht jetzt die Runde. 50. 49 von 100000 Leuten dürfen in einem Landkreis noch infiziert sein, bevor die Schotten wieder dicht gemacht werden. Zwei Punkte dazu: 1.: Wieder das alte Problem: Es geht um die ERFASSTEN Neuinfizierten. Es sind wahrscheinlich in dutzenden von Landkreisen zu einem Zeitpunkt weitaus mehr Menschen neu infiziert. 2.: Wenn ich in Stadt XY lebe und dort wieder alles geschlossen ist, gibt es wahrscheinlich und verständlicherweise nicht wenige, die zum Shoppen und Eisessen in die Nachbarstadt fahren.

DER GROSSE LEERE TISCH

Warum hat man nicht früher andere Fachdisziplinen einbezogen? Wirtschaftswissenschaftler. Psychologen. Epidemiologen. Soziologen. Ethiker. Das deutsche Netzwerk für evidenzbasierten Medizin hat in einem langen Schreiben schon im März den geplanten Shutdown mit guten Argumenten in Frage gestellt.

GEDANKENSPIELE

Stellt euch folgende Situation vor: Über mehrere Wochen fangen die Nachrichten damit an, dass die Zahl der am aktuellen Tag verhungerten Kinder genannt wird. Außerdem die Anzahl der Kinder, die schwer unterernährt sind. Zeitgleich würde man Bilder von ausgemergelten Kindern sehen, die traurig und mit leeren Augen in die Kamera blicken. Sogar von sterbenden oder schon gestorbenen Kindern. Es würde viel bewirken, in welche Richtung auch immer. … Stellt euch noch eine Situation vor: Das Corona-Virus ist nicht als solches entdeckt worden. Irgendwann im Februar hätte man in Deutschland möglicherweise bemerkt, dass unter den alten Menschen eine recht heftige Grippewelle im Umlauf ist. Wir wären – wie bei anderen Grippewellen auch – darauf hingewiesen worden, auf gute Handhygiene zu achten, insbesondere im Kontakt mit älteren und vorbelasteten Menschen. Vielleicht hätte man sich gewundert, dass jüngere Menschen von der Welle quasi verschont bleiben. Irgendwann im Sommer hätte ein Wissenschaftler herausgefunden, dass die vermeintliche Influenza-Welle gar keine solche war, sondern dass die Erkrankungen von einem Coronavirus verursacht worden waren. Wir kennen Coronaviren, aber dieses scheint neu zu sein und bei geschwächten Personen häufiger einen schweren Verlauf zu haben. Okay, aha, weiß ich bescheid. Hätte man wahrscheinlich gedacht. Und den Fernseher ausgeschaltet.

PANDEMIE – FRAG DOCH MAL DIE MAUS

Apropos Influenza: Wie will die Politik eigentlich rechtfertigen, während der nächsten Grippewelle (oder am besten schon vorher) nicht ähnliche Maßnahmen zu ergreifen wie jetzt? Dass sie kommen wird und auch wann in etwa ist klar. Und auch, dass viele Menschen sterben werden. In Deutschland und auf der ganzen Welt. Wieviele Menschen dürfen sterben, ohne, dass umfängliche Maßnahmen ergriffen werden? Noch einmal weitreichender formuliert: Wie will man je wieder rechtfertigen, durch jedes Jahr auftretende Pandemien ohne entsprechende drastische Gegenmaßnahmen viele, viele Tote in Kauf zu nehmen? Ich habe bewusst „Pandemien“ gesagt. Denn: Laut Definition sprechen wir dann von einer Pandemie, wenn sich ein Krankheitserreger weltweit ausbreitet. Wie gefährlich er ist, spielt keine Rolle. Es ist übrigens interessant, zu welchem Zeitpunkt das Kriterium der Gefährlichkeit aus der Definition gestrichen wurde. Im April 2009 hat die WHO die Kriterien der Pandemie abgeschwächt und die Passage, in der eine „beträchtliche Zahl von Toten“ vorausgesetzt wird, weggelassen. Auf der Basis dieser „aktualisierten Pandemiekriterien“ erklärte die Organisation am 11. Juni 2009 die Schweinegrippe zur Pandemie. Übrigens gibt es gar keine offiziellen Kriterien der WHO, ab wann ein Krankheitsgeschehen als Pandemie einzuordnen ist. Landläufig wird darunter eine Krankheit verstanden, die sich unkontrolliert über Kontinente hinweg ausbreitet. Von Bill Gates und anderen „Sponsoren“ von WHO und Co. fange ich nicht an. Aber bei vielen „internen“ Gesprächen würde ich gerne mal Mäuschen spielen.

„NIEMAND HAT DIE ABSICHT, EINE MAUER ZU ERRICHTEN“ (W. ULBRICHT, 1961)

Diese Definitionsänderung erinnert ein wenig an die schnelle und rechtlich eigentlich nicht zulässige Änderung des Infektionsschutzgesetzes in Deutschland, schon NACHDEM ein fraglicher Notstand eingetreten war. Insgesamt ist es in Coronazeiten mehr als erstaunlich, mit wie wenig Aufwand und Gegenwind plötzlich von einem Tag auf den anderen Gesetze und Maßnahmen verabschiedet werden können, die vorher höchstens müde belächelt worden wären. Unglaubliche Geldsummen werden locker gemacht. Der Flugverkehr steht quasi still. Was extrem positive Auswirkungen auf die Umwelt hat. Aber die Vielfliegerei für die kaputte Umwelt zu beschränken… Nein, nein. … Plötzlich ist es möglich, wichtige Konferenzen digital abzuhalten. Das alles (und noch viel mehr) wäre noch vor einiger Zeit nicht für möglich gehalten worden.

UND WARUM DAS GANZE?

Und immer wieder das Argument, dass es schließlich um Leben und Tod zumindest bzgl. bestimmter Personengruppen geht. Dass man durch die Gesetze wissentlich den indirekten Tod anderer Personengruppen in Kauf nimmt… Tja. Und das mal ganz abgesehen von den nicht tödlichen Nebenwirkungen der Maßnahmen. … Wenn das Coronavirus wirklich so viel gefährlicher wäre als beispielsweise die Influenza, müssten wahrscheinlich keine Ausgangs- und Kontaktsperren verhängt werden. Dann würden die Menschen, sofern ausreichend informiert, ihren gesunden Menschenverstand benutzen und von sich aus mit allen Mitteln versuchen, sich nicht zu infizieren. Sie müssten nicht durch Polizeiaufgebote und immer neue Maßnahmen daran erinnert werden, wie „gefährlich“ die Situation ist. Außerdem würden Maßnahmen SOFORT umgesetzt und nicht erst in der Zukunft.

KOLLATERALSCHÄDEN

Wer sind die „indirekten Toten“ dieser ausgerufenen Krise? Sie entstehen durch die Kollateralschäden, die im Vergleich zu den Schäden des Virus’ fast völlig verdrängt werden. Wieso? Es ist wohl dem Effekt der Fokuslegung in den Medien und damit in den Köpfen der Menschen geschuldet. Einige Beispiele: In der dritten Welt dürfen momentan Millionen von Menschen ihr Haus nicht verlassen. Viele von ihnen sind aber darauf angewiesen, weil sie als Tagelöhner quasi von der Hand in den Mund leben. Allein in Indien verlieren durch den Lockdown etwa 100 Millionen Kinder ihren Anspruch auf eine Schulmahlzeit. Es seien mehr Menschen an den Folgen der Ausgangssperre gestorben als durch das Virus selbst. In Kenia wurden Menschen bei einer Essensausgabe mit Tränengas auseinander getrieben, weil sie den Mindestabstand nicht einhalten konnten. Welchen Eindruck erweckt dieses Vorgehen bei den Menschen? Entweder stirbt man an Hunger… oder am Coronavirus. … Die Zahl der Menschen, die in diesen Zeiten an Malaria, Masern und anderen impffähigen Krankheiten erkranken, nimmt momentan faktisch rapide zu, denn Mückennetze und Impfstoffe dürfen aufgrund der Beschränkungen nicht mehr aufs Land gebracht werden. Man kann also davon ausgehen, dass die Sterblichkeit – insbesondere von Kindern – ganz unabhängig vom Hungerproblem ansteigen wird. … Aber selbst in Ländern wie in den USA sind die Nebenwirkungen der Coronamaßnahmen im wahrsten Sinne des Wortes existenzbedrohend. Wer seine Arbeit verliert, verliert schnell die finanziellen Mittel, seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Außerdem die Krankenversicherung. … Und bei uns? Wir leben in einem Sozialstaat, also sollte man erstmal davon ausgehen, dass die versprochenen Gelder und Zuschüsse wirklich irgendwann und irgendwie fließen. Aber man kann genauso davon ausgehen und es auch bereits beobachten, dass die Menschen ungesünder leben. Durch die mangelnde Bewegung durch Homeoffice und lange geschlossene Sportstätten nimmt Übergewicht zu. Durch Langeweile und gebunkerte haltbare Lebensmittel wird mehr und ungesünder gegessen. Die Menschen trinken mehr Alkohol. Sie sind weniger an der frischen Luft und das Stresslevel erreicht bei vielen wahrscheinlich über längere Zeit ungeahnte Ausmaße. Nicht besonders gut fürs Immunsystem und damit für die Abwehr von Krankheitserregern wie dem Coronavirus. Und Risikofaktor für akute Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Todesursache Nummer eins in Deutschland. Und momentan anzahlmäßig steigend. Aber in die Notaufnahme traut sich ja momentan niemand. Und wenn es noch nicht ganz so schlimm ist, funktioniert die Aufnahme ins Krankenhaus eher nicht, weil ein Großteil der Betten für die schlimme Coronawelle freigehalten wird. Denn nochmal: Die erste kam zwar nicht. Aber vielleicht kommt die zweite. Und die könnte SEHR schlimm sein.

UND WAS IST DAS ZIEL?

Was ist das Ziel in dieser Zeit? Wie lange soll noch mit diesen massiven Einschränkungen weiter gelebt werden? Was soll das alles noch mit den Menschen machen, die jetzt schon voller Angst mit Gesichtsmasken durch die Natur laufen? … Aber es gibt doch schon Lockerungen… Ja! Sonst wären die unmündigen Bürger im schlimmsten Fall doch noch wach geworden und hätten für sich selbst entschieden, dass sie ihre Grundrechte – komplett – wiederhaben möchten. Nein. Ich will nichts unterstellen. Aber manchmal habe ich den Eindruck, dass Politiker nicht lockern, weil es aus virologischer Sicht Sinn macht, sondern um nicht hinterfragt zu werden.

MASKEN UND CO. MACHEN NICHT ABSOLUT JEDEN MUNDTOT!

Wolfgang Schäuble (und kurz darauf sein Namensvetter Wolfgang Kubicki) – beides „Risikopersonen“ – haben sich getraut, etwas klar zu stellen: „Wenn ich höre, alles andere habe vor dem Schutz von Leben zurückzutreten, dann muss ich sagen: Das ist in dieser Absolutheit nicht richtig. Wenn es überhaupt einen absoluten Wert im Grundgesetz gibt, ist das die Würde des Menschen. Die ist unantastbar. Aber sie schließt nicht aus, dass wir sterben müssen. Der Staat muss für alle die bestmögliche gesundheitliche Versorgung gewährleisten. Aber Menschen werden weiter auch an Corona sterben“, so Schäuble, dessen Aussagen unter anderem von Ethik-Experten als richtig und wichtig bestätigt wurden. Und auch Wolfgang Kubicki bezeichnet die massiven Eingriffe in die Grundrechte der Menschen als unverhältnismäßig. „Jeder Tag zählt. Man kann nicht Existenzen ruinieren unter Hinweis darauf, dass es in Rosenheim so schlecht ist. Im Übrigen ist es kein Gnadenakt, dass man seine Grundrechte zurückbekommt, sondern eine verfassungsrechtliche Verpflichtung. Die Aufgabe der Politik besteht nicht darin, Menschen zu erziehen, sondern die Verfassung zu achten.“

SCHLUSSWORT

Selbst das Grundrecht auf Sicherheit steht momentan auf sehr wackeligen Füßen. Wir (und alle gehören ungefragt dazu) wollen eine – relativ gesehen – kleine Anzahl von Menschen retten, die das möglicherweise gar nicht wollen. Und nehmen – auf die ganze Welt bezogen – WISSENTLICH den Tod einer sicher weitaus größeren Anzahl von Menschen schulterzuckend in Kauf. … Nun bin ich doch viel emotionaler geworden als ich eigentlich wollte. Ich möchte niemanden persönlich angreifen mit dem, was ich gesagt habe. Ich möchte – und mit diesem Wunsch bin ich sicher nicht die einzige – einfach wieder ein Leben haben, das zwar Risiken mit sich bringt, in dem ich aber frei und ungezwungen sein darf.

3 Kommentare zu „ÜBER CORONA (Achtung, lang ;-))

  1. super Jenny!
    Lies auch den Beitrag im Deutschen Ärzteblatt. Kannst Du online rein. Kritisch aufgearbeitete Zahlen.
    Liebe Grüße Johannes

    Gefällt 1 Person

  2. Hallo Jenny, vielen Dank für deinen Text – du sprichst mir wirklich aus der Seele. Ich hoffe, dass dein Blog von möglichst vielen Leuten gelesen wird.
    Hast du ein Quellenverzeichnis o ä. Neben den Quellen die im Text verlinkt sind, beispielsweise in Bezug auf das Bild aus Italien? LG, Carolin

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    1. Hallo Carolin!
      Danke für deinen Kommentar! 🙂 Ja, habe ich. Ich werde mich am Wochenende hinsetzen und die Quellen einarbeiten. Gerne also Montag nach der aktualisierten Version schauen.
      LG! Jenny

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