Unsere „Top-Virologen und -Politiker“ haben momentan viel Macht. Mir drängt sich teilweise der Verdacht auf, dass diese Macht missbraucht wird. Herr Kekulé beispielsweise titulierte den vorsichtigen Ausstieg aus dem Lockdown vor einigen Wochen mit wissendem und ernstem Blick als „brandgefährlich“ und kritisierte die deutschen Corona-Pläne scharf. Karl Nehammer von der ÖVP unterteilte mit Blick auf die Abstandsregel die Menschen in „Lebensretter“ und „Lebensgefährder“. Ein Arzt aus Bergamo beschrieb das Coronavirus als das „Ebolavirus der Reichen“. Zur Erinnerung: Laut Robert-Koch-Institut liegt die Sterblichkeit bei einer Infektion mit dem Ebolavirus bei 30-90 Prozent. Überhaupt nur mit dem Gedanken zu spielen, es mit dem Coronavirus zu vergleichen, ist absurd. Fühlen sich die Herren möglicherweise wohl mit der Position, die ihnen zukommt, nämlich für viele Menschen die Lenker und Helden in dieser „höchst gefährlichen“ Krise zu sein? Man könnte es fast meinen, schaut man sich an, wie mit Kritikern umgegangen wird. Bei Demonstrationen, die sich gegen die Coronamaßnahmen richten, hätte man es mit einem „bedenklichen Gemisch aus Verschwörungstheorien und gezielter Desinformation“ zu tun. Tatsächlich stand in der Schweiz die Überlegung einer Präventivhaft für „Verschwörer“ im Raum, die in einem Leserbrief zum Glück ihr Fett weg bekommen hat. Warum interessiert sich die Frankfurter allgemeine Zeitung plötzlich brennend für die Gedankenwelt von Xavier Naidoo? Hat man Angst, dass die Stimmung gegen die Corona-Politik – wie das Virus – ansteckend wirkt? Angst ist übrigens auch ansteckend. Und das ist offenbar gewollt, sonst würde nicht so gegen die sogenannten „Coronaleugner“ gewettert. Natürlich, und das ist in ALLEN Bereichen so, gibt es Spinner und Extreme unter den Andersdenkenden. Aber schert man deshalb alle über einen Kamm? Andreas Geisel von der SPD (und der Name ist in Sachen Corona irgendwie Programm), tut es: „Diese Leute mit ihren kruden Theorien erreichen auch Menschen, die eigentlich fest auf dem Boden des Grundgesetztes stehen.“ Er muss sich keine Sorgen machen, denn wie wir wissen, bröckelt das Grundgesetz. Und überhaupt: Die Bevölkerung sollte lieber nicht zu viel wissen: „Durch Portale wie FragDenStaat gelangen immer mehr Dinge an die Öffentlichkeit. Das ist eine Entwicklung, die für die Verwaltung nicht wünschenswert ist.“ Dies sagte das Bundesministerium des Innern vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg schon am am 21.2.19. Und falls sich Informationen im Internet verbreiten, weiß – zumindest jetzt in Corona-Zeiten – unser Herr Drosten (wer auch sonst), nicht nur, wie man am besten mit einem Virus umgeht, sondern auch, wie man Lügen im Netz erkennt. Zum Glück. Und völlig verdient wird er momentan mit Preisen überhäuft, was die Kommunikation während der „Pandemie“ angeht. Und apropos Lügen: Dass Gregor Gysi erklärte, die etablierte Politik handele nicht ehrlich, verpuffte gefühlt im Nichts.

Aber zurück zu Corona. Wann endet denn nun die Pandemie? Frau Merkel weiß es: Wenn ein Impfstoff zur Verfügung steht. Ein gut gewähltes Kriterium. Sehr abwegiger, gar verwegener Gedanke, das Ende einer Pandemie daran zu messen, wieviele Menschen schwer durch die jeweilige Erkrankung betroffen sind.

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